Wir über uns

 

Sie haben diese Rubrik aufgemacht, um die Geschichte der Familie, die hinter dem Hund steckt, zu erfahren.

Ich versuche, diese so kurz wie möglich darzustellen, dies ist aber nicht ganz so einfach.

Im Jahr 2002 ergab sich die Möglichkeit in meinen Augen, über einen Hund nachzudenken. Wir hatten eine schöne Wohnung mit Garten und mein Mann (Reinhold) genug freie Zeit, die er sich auch selber einteilen konnte. Einziges Problem war, Reinhold hatte panische Angst vor Hunden.

Die Frage die sich jetzt für mich stellte, wie bringe ich ihm einen Hund näher.

Ich versuchte es mit allen legalen Tricks, z.B. süßen Welpenfotos, Büchern und vielen Gesprächen.

Nach einigen Monaten, war er bereit bei einem Züchter anzurufen. Wir vereinbarten einen Termin bei einer Züchterin, aus der DRC Welpenliste für Golden Retriever (Angelika Evans).

Also eines ist klar, eine Bewerbung für einen Job kann nicht schwerer sein. Aber wir kamen in die Auswahl der Welpenkäufer für eine Hündin. Die Liste war lang, aber wir standen drauf. Leider kamen bei diesem Wurf nur wenige Hündinnen zur Welt, so dass es keinen Welpen für uns gab.;-(

(Übrigens, die Entscheidung eine Hündin zu nehmen, kam nur aus der so genannten "Fachliteratur" von Hundebüchern. Alle Bücher erwähnen, dass Hündinnen leichter zu erziehen wären. Heute kann ich sagen, dass das Quatsch ist!)

Der Hinweis, dass eine befreundete Züchterin (Susanne Hollunder) auch Welpen erwartete, ließ uns erneut hoffen.

Bis zu diesem Tag, war ich überzeugt, alles über diese Rasse gelesen zu haben. Dies war jedoch ein Irrtum, denn es gibt Spezifikationen innerhalb der Rasse. Die eine sehr bekannte Show-Linie und die nur unter Insidern bekannte Field Trial Linie. Die Unterschiede, sind maßgebend in der Arbeitsfreude und Geschwindigkeit zu erkennen. Auch optisch ist der Field Trial eher höher, schlanker im Gebäude und meist auch dunkler im Fellkleid. Wir haben die Wartezeit genutzt, an vielen Trainings bei Susanne teilzunehmen. So kam auch der Entschluss, auf einen Welpen von der Hündin Joyce zu warten. ( Eine Field Trial Hündin )

Es gab noch einige Enttäuschungen und es dauerte sehr lange (1,1/2 Jahre), bis wir eine SMS erhielten.

Joyce hatte es geschafft; einen Rüden per Kaiserschnitt!

Es war nur ein Wimpernschlag zwischen meinem Mann und mir, bis zur Entscheidung. Wenn das Schicksal meinte, dass für uns ein Rüde besser wäre, dann würden wir diese Herausforderung annehmen. 2004 kam Chasty zu uns!!

 

 

Die Internetseite beweist, dass wir diese Bauchentscheidung nie bereut haben.

 

Übrigens: Reinhold und Chasty sind heute ein super Team und seine Angst hat sich in Respekt gewandelt.

 

Verstärkung eingetroffen und alles auf Anfang……!

 

Die Entscheidung einen zweiten Hund in unser Rudel aufzunehmen liegt schon seit ca. einem Jahr bei uns in der Luft. Mein Mann Reinhold und auch ich, können uns ein Leben ohne diesen Felljungen nicht mehr vorstellen. Der Gedanke an den zweiten Hund kam mit dem 5.Geburtstag von Chasty. Die ultimative Frage: Wann kommt am besten ein zweiter Hund dazu und tut man dem ersten Hund einen gefallen oder quält man ihn?? Tja, bei dem ersten Teil waren wir uns schnell einig, denn Chasty sollte noch Top Fit sein, wenn der „ neue“ kommt. Nicht nur um uns zu helfen den kleinen in die richtigen Bahnen zu lenken, sondern auch um mithalten zu können, wenn wir schöne lange Spaziergänge unternehmen. Der zweite Teil war nicht so einfach, denn akzeptiert ein „ Einzelhund“ ein weiteres Rudelmitglied ohne Probleme oder schaut man nach der Ankunft des neuen in die traurigen Augen des ersten Hundes. Die Antwort konnte uns keiner geben, aber ich hatte ein gutes Gefühl, das es jetzt die richtige Zeit sein könnte. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir Menschen eher schlechter teilen können und uns mit Veränderungen schwerer tun.

 

Als die Hündin Dana ( S. Hollunder) bei dem H-Wurf 8 Rüden und 2 Hündinnen zur Welt brachte, kam uns sofort der wunderschöne Gedanke- das wäre doch eine gute Möglichkeit unser Rudel zu verstärken. Die Auswahl an Rüden war so hoch, das man eine schöne Auswahl hatte, um einen passenden „ Bruder“ für Chasty finden zu können. Denn eines war klar, der Kleine kommt in ein Rudel mit Dummyleidenschaft und Jagdfieber und sollte einige Eigenschaften in dieser Hinsicht mitbringen.

 

Nach dem Welpentest durch die Züchterin, fiel die Entscheidung – es sollte der schwarz markierte Welpe sein- Spitznamen“ Rambo“.

Am 19. Dezember 2009 holten wir die Rudelverstärkung bei Susanne mit Chasty als Verstärkung ab und machten uns auf den Heimweg.

Den Namen haben wir dann noch kurz in Garley geändert und nun kann es los gehen.

………wie war das noch mit einem Welpen. Ist es nicht gut, dass der Mensch so vergesslich ist.

 

 

Ich sitze an meinem freien Tag um 06:45 Uhr im Esszimmer und jedem Hundebesitzer wird klar- ein Welpe ist im Haus.

Die Zeit in der man bis 9:00 – 10:00 Uhr schlafen kann ist erstmal vorbei. Die ersten 4. Wochen sind irgendwie vorbeigeflogen und die Weltereignisse sind nicht so interessant, wie den Welpen bei seinen Entdeckungstouren zu beobachten.

Der Einzug von Garley war für Chasty keine große Sache. Nach dem ersten beschnuppern, ein zögerliches erstes Spiel am Abend, erstmal geduldet.

Chasty ist ein perfekter Erzieher mit dem richtigen Timing. Nachdem er gemerkt hat, der „ Kleine“ bleibt länger, hat er wie selbstverständlich die Erziehung in Teilbereichen übernommen. Die spielerische Erziehung bei den Fütterungen und die Zurechtweisung, wenn Garley bellt, ist für mich eine tolle Erfahrung und Erleichterung. Wenn man überhaupt von einem Problem reden kann, so liegt das im Bereich von dem“ Menschentiming“. Die Umstellung, wenn man ruft, dass natürlich beide kommen stellt eine Herausforderung an die Menschenlogistik dar. Ich versuche das zu erklären an einem Beispiel.

Den Hier-Pfiff möchte ich natürlich stärken und bei den Fütterungen einsetzten, aber Garley erhält noch vier Mahlzeiten und so kommt natürlich auch Chasty. So nun stehen beide brav vor einem und um die Rudelrangfolge nicht zu schwächen muss ich Chasty zuerst etwas geben und danach erst Garley.

Alle die selber Hunde haben und das lesen, denken logisch, kein Thema. Hätte ich auch gedacht, aber man muss bevor man den Pfiff tätigt eben alles vorher bedenken, um die Situation zu kontrollieren. Nach einem holprigen Anfang, geht dies aber von Tag zu Tag besser. Jeder Pfiff und jedes Kommando wird vorher überprüft, um Unstimmigkeiten  auszuschließen.

Der Kleine ist nun schon ein Teil unseres Lebens und egal wie viel Arbeit noch kommt, wir freuen uns auf die Zukunft mit beiden tollen Hunden.

 
 
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